deutscher mob meets egotronic… ich mag egotronic ja und natuerlich koennen die sich ihr publikum auch nur bedingt selbst aussuchen. es war aber schon ziemlich heftig was ich gestern auf einem ihrer konzerte in wiesbaden (vorgruppe: juri gagarin) erleben musste.

der altersdurchschnitt war extrem niedrig. eine groessere gruppe ausschlieszlich maennlicher konzertbesucher beschloss dem gesamten publikum pogo aufzuzwingen. eine andere gruppe volksdeutscher zog die t-shirts aus um gestaehlte, arische koerper zu praesentieren, stimmte gesaenge wie in der fankurve im stadion (schalalala mit rhytmus-klatschen) an. besonders bescheuert: es gab leute die pogten sogar bei “unser spass sieht aber anders aus”. auch schoen: ein freund von mir wurde angepoebelt, weil irgendein fleichklopps der meinung war er wuerde zu nah an dessen freundin tanzen. teilweise ging es zu wie im zoo.

egotronic haben auf das verhalten des publikums nicht sichbar reagiert. ist natuerlich auch nicht einfach sich gegen das eigene publikum zu stellen und mensch selbst hat auf der buehne vielleicht auch andere sorgen. aber wer einen track macht in dem es heiszt “wer auf unsere shows die anderen nervt, wird hier im abseits stehen” sollte dann auch bereit sein entsprechend zu handeln.

der schlachthof in wiesbaden (dort fand das konzert statt) ist mir bei der gelegenheit ebenfalls massiv negativ aufgefallen. einerseits wurde eine person am einlass diskriminiert, weil sie nicht die deutsche staatsbuergerschaft und dementsprechend auch keinen personalausweis hat. auszerdem schritt selbst bei den uebelsten auswuechsen von asozialem verhalten im publikum niemand ein und mensch musste sich irgendwie gegen den deutschen mob behaupten, der gekommen war um gegen sich selbst zu raven.


12 Antworten auf “”


  1. 1 Mensch 17. Mai 2009 um 20:49 Uhr

    Egotronic hat über den Umgang der Veranstalter mit den Gästen (Vorkontrollen usw) nichts zu tun und keinen Einfluss. Hier in Berlin gab es auch schon Stress mit Veranstaltern und das trotz Torsuns guten Willens.

    In diesem Sinne,

    Raven gegen Deutschland!

  2. 2 RonLimbo 17. Mai 2009 um 21:43 Uhr

    Ich kann das genau nachfühlen, auch wenn ich nicht da war. Der Altersdurchschnitt sinkt definiv. Aber das Publikum wird nicht „deutscher“, sondern eher unreflektierter. Das auf Teufel-komm-raus als „deutsch“ zu stigmatisieren halte ich für nicht sinnvoll. Egotronic ist halt definitv eine Partyband, die auch ein paar sinnige Texte hat. Gegen Partybands ist nichts einzuwenden – aber wenn man die Texte mitgröhlen kann und eine gewisse simplizität gegeben ist kommt auch immer Publikum das eben nur deshalb da ist. Konsequent wäre es bei zuvielen Asis die show abzubrechen oder diese nach Warnung konsequent rauszuschmeißen.

  3. 3 Gezur 17. Mai 2009 um 23:33 Uhr

    Auch wenn dein text zum teil etwas überspitzt ;) ist, ist es notwendig das sowas angesprochen wird.

    mensch kann auch mit armen oben tanzen ohne anderen dabei permanent in die fresse zu hauen, das scheinen aber auch nur ein paar verstanden zu haben. Bei „unser spaß sieht anders aus“ wurds dann etwas besser um danach wieder, wie gewohnt, weiter zu gehn….geschubst werden und ellbogen in der fresse haben…

    wer nicht mitpogen wollte musste das entweder über sich ergehen lassen, oder ein ganzes stück weiter hinten stehn. Ganz nach dem motto: „wenns dir hier nicht passt, dann geh doch weg.“ (eine mentalität die viele hier vertreten.)
    lediglich in körpersprache vermittelt.

    -
    Und die ansage: „es kommen nurnoch leute mit perso und karte rein“ (kasse/einlass) war ja auch super, denn wenn mensch keinen deutschen perso hat, dann kommt mensch in schwierigkeiten und muss verhandeln um reingelassen zu werden. der schüler_innenausweis wurde nicht akzeptiert.

    Spaß hat das konzert trotzdem gemacht, aber stark vermindert.

  4. 4 neo 18. Mai 2009 um 0:57 Uhr

    hahaha… ganz ernst und ohne besserwisserisch zu klingen… das hab ich vorher gewusst und war deswegen auch nicht da!
    Ich wae vor nem halben Jahr auf nem Egotronic Gig, ebenfalls im Schlachthof und vor lauter schreienden Teeniemädchen (ich habe das Klischee nicht erfüllt, sondern die!) die vor der Tür des Bachstage-Raumes standen, weil sie ein Autogramm von Torsun haben wollten, bin ich fast nicht ans versprochene Gratis Buffet gekommen. Schweinerei!
    Vor der Bühne gings damals genauso ab wie du hier beschrieben hast und ich hätte mich geärgert wenn ich Eintritt bezahlt hätte.

    Hoffe Torsun und Companeros steuern dieser Entwickung bald mal entgegen. Bis dahi9n bleibe ich zuhaus.

    Jetzt sind wir gemeinsam schlauer.

  5. 5 Artur 18. Mai 2009 um 9:06 Uhr

    Bitte melde dich wegen rassistischer Diskriminierung durch das Personal an der Tür beim Schlachthof: http://www.schlachthof-wiesbaden.de Die Leute die ihn machen haben da bestimmt auch keinen Bock drauf.

  6. 6 kapsler hauser 19. Mai 2009 um 10:04 Uhr

    „Ich wae vor nem halben Jahr auf nem Egotronic Gig, ebenfalls im Schlachthof und vor lauter schreienden Teeniemädchen (ich habe das Klischee nicht erfüllt, sondern die!) die vor der Tür des Bachstage-Raumes standen, weil sie ein Autogramm von Torsun haben wollten, bin ich fast nicht ans versprochene Gratis Buffet gekommen.“

    aha, im gegensatz zu den „teeniemädchen“ scheinst du ja ein mächtig cooler typ zu sein, der sogar backstage durfte. prima! sei stolz drauf!

    dieses ewige gejammer über die „jungen leute“. merkt ihr eigentlich noch was? wie wart ihr in dem alter? ich bin da zumnindest auch schon auf konzerte gegangen…

  7. 7 rr 19. Mai 2009 um 11:53 Uhr

    also langsam habe ich den eindruck, dass es dir nur darum geht die kritik an euren shows abzuwehren, kapsler hauser.

    du gehst nur selektiv auf bestimmte argumente ein. ich fuer meinen teil habe zwar ebenfalls den geringen altersdurchnitt erwaehnt, mich ueber diesen aber ueberhaupt nicht aufgeregt.

    fakt ist, dass laecherlich anmutet „unser spasz sieht aber anders aus“ zu singen und wenn einen dann jemand beim wort nimmt zu erklaeren, dass ein teil des publikums halt noch sehr jung sei und sich deswegen zwangslaeufig so scheisze benehmen. auch 15-jaehrige kann kann mensch dazu bringen das eigene verhalten zu aendern, besonders wenn mensch der angehimmelte „star“ auf der buehne ist.

    weiterhin bin ich in dem alter auch schon auf konzerte gegangen, habe mich aber nicht so benommen. andere leute grundlos nerven war auch mit 15 nicht mein stil.

  8. 8 Artur 19. Mai 2009 um 15:37 Uhr

    rr ich glaube er meint den beitrag von neo…

  9. 9 tee 19. Mai 2009 um 22:19 Uhr

    hach, das erinnert mich grad an etwas

  10. 10 neo 20. Mai 2009 um 17:42 Uhr

    @Torsun
    Stimmt schon. Vielleicht geht es mir nur auf den Keks das ich mich nur zu alt fühle um da noch voll mitzumischen. Desweiteren musste ich zu dem Zeitpunkt als ich ans Buffet wollte schon mit zwei vehemmenten Palituchträgern diskutieren. Kein Spass.

    Was solls, ich habe auf deinem Blog schon mitgeteilt das ich keinerlei Verbesserungsvorschläge habe, wie mensch ein solches Konzert „emanzipierter“ gestalten könnte. Is mir auch wurscht ehrlichgesagt.

    Ich weiss nur das ich da in Zukunft lieber wegbleibe.
    Geschmacksache eben.

    Thats it and no more!

  11. 11 neo 20. Mai 2009 um 17:46 Uhr

    @Torsun

    Ach so ja… in dem Alter war ich noch schlimmer!

    Allerdings gabs damals keine lautstarken Groupies die den Bandleader anhimmeln, sondern Dosenbier und Krachmusik ausm Kasi vorm Bahnhof!

    Das war allerdings auch nicht niveauvoller bzw. aufgeklärter (nebenbei bemerkt).

  12. 12 kosmo 04. August 2009 um 18:10 Uhr
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